Für das Obere Belvedere brauchen Sie ein eigenes Ticket – der Eintritt ins Untere Belvedere oder Belvedere 21 ist nicht enthalten. Dafür bekommen Sie das dichteste Kunstprogramm Wiens auf drei Geschossen.
Tickets für das Obere Belvedere
- Erwachsene
- 23 €an der Kasse wie online
- Ab 65 / Studierende <26
- 19 €Ausweis nötig
- Unter 19
- Gratisganzjährig
- Online-Vorteil
- ZeitfensterKasse entfällt
Tarife laut belvedere.at, Stand Juli 2026.
Tickets gelten für ein gewähltes Zeitfenster und umfassen die ständige Sammlung samt Prunkräumen. Über Wiederverkäufer kostet das Standardticket aktuell rund 22 € – die Preise schwanken leicht, die Leistung ist identisch. Details zu allen Tarifstufen: Ticketpreise.
Was in welchem Stockwerk hängt
| Ebene | Schwerpunkt | Nicht verpassen |
|---|---|---|
| Erdgeschoss | Sala Terrena, Mittelalter, Barock, Messerschmidt | Charakterköpfe, Znaimer Altar |
| 1. Obergeschoss | Marmorsaal, 19. Jahrhundert, Impressionismus | Waldmüller, Monet, van Gogh, Staatsvertragssaal |
| 2. Obergeschoss | Wiener Moderne um 1900 | „Der Kuss“, Schiele, Kokoschka, Funke-Sammlung Saalbelegung prüfen |
Die Hängung wird gelegentlich umgestellt – zuletzt sind Werke zwischen den Geschossen gewandert. Das Haus stellt am Eingang einen aktuellen Saalplan bereit; die Klimt-Säle sind durchgehend ausgeschildert.
Die Route: unten anfangen oder oben?
Die intuitive Route – Erdgeschoss, erster Stock, zweiter Stock – ist an vollen Tagen die schlechteste. Alle Gruppen gehen so, und Sie erreichen den Klimt-Saal genau dann, wenn er am vollsten ist.
- Direkt nach obenNach der Einlasskontrolle die Prunkstiege ganz hinauf in den zweiten Stock. Vor 10 Uhr stehen Sie mit einer Handvoll Menschen vor „Der Kuss“.
- Wiener Moderne in Ruhe35 bis 45 Minuten für Klimt, Schiele und Kokoschka. Die Goldbilder zuerst, dann die Porträts.
- Abstieg mit MarmorsaalIm ersten Stock durch den Marmorsaal – morgens fällt das Licht durch die Ostfenster – und weiter durch das 19. Jahrhundert.
- Erdgeschoss zum SchlussMesserschmidts Charakterköpfe und die mittelalterliche Sammlung sind auch um die Mittagszeit angenehm leer.
- Garten als AusklangDurch den Gartenausgang hinaus, die Terrassen hinunter, Blick zurück auf die Fassade.
Marmorsaal und Prunkräume

Der Saal, in dem Österreich frei wurde
Der Marmorsaal über zwei Geschosse ist der repräsentative Kern des Hauses: rotbrauner Stuckmarmor, Deckenfresko von Carlo Innocenzo Carlone, Blick über die Gartenachse bis zum Stephansdom.
Am 15. Mai 1955 wurde hier der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet – und vom Balkon der berühmte Satz „Österreich ist frei!“ verkündet. Der Saal ist im normalen Ticket enthalten, wird aber gelegentlich für Veranstaltungen gesperrt.
Ebenfalls im Haus: die Sala Terrena mit ihren vier Atlanten, die Schlosskapelle (Einblick vom ersten Stock) und die Prunkstiege mit Stuckreliefs. Mehr dazu im Detail: Innenräume des Belvedere.
Der Blick, den niemand auslässt
Canalettos Wien-Vedute entstand von genau hier: Der Blick vom Oberen Belvedere über das Gartenparterre auf die Stadtsilhouette ist seit 300 Jahren das Panorama Wiens. Der beste Standpunkt liegt direkt vor dem Nordausgang auf der obersten Gartenterrasse – kostenlos zugänglich, auch ohne Museumsticket.
Vormittags liegt die Fassade im Gegenlicht, ab dem späten Nachmittag leuchtet sie. Das Spiegelbild im großen Wasserbecken funktioniert bei Windstille – früh morgens am zuverlässigsten.
Praktisches im Haus
- Garderobe – Pflicht für große Taschen, Rucksäcke und Schirme; im Erdgeschoss.
- Aufzüge – alle Sammlungsgeschosse sind barrierefrei erreichbar; Leihrollstühle vorhanden.
- Café und Shop – im Erdgeschoss; das Café schließt mit dem Haus.
- Audioguide – 5 €, 13 Sprachen, eigene Kopfhörer (3,5-mm-Klinke) erforderlich.
- Fotografieren – ohne Blitz und Stativ in der Sammlung üblich erlaubt; Beschilderung beachten.
- WC – Erdgeschoss und erster Stock, auch barrierefrei.
Oberes oder Unteres Belvedere?
| Oberes Belvedere | Unteres Belvedere | |
|---|---|---|
| Inhalt | Ständige Sammlung, Klimt | Wechselausstellungen |
| Eintritt | 23 € | 20 € |
| Zeitbedarf | 1,5–2 Stunden | 1–1,5 Stunden |
| Prunkräume | Marmorsaal, Sala Terrena | Groteskensaal, Goldkabinett, Marmorgalerie |
| Wenn Sie nur eines schaffen | ✓ klare Empfehlung | nur bei besonderem Ausstellungsinteresse |
Beide Häuser verbindet der kostenlose Garten – zehn Gehminuten bergab vom Oberen zum Unteren Belvedere. Wer beide besuchen will, spart mit dem 2-in-1-Kombiticket.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Oberem und Unterem Belvedere?
Das Obere Belvedere beherbergt die ständige Sammlung mit Klimts „Der Kuss“, das Untere Belvedere zeigt Wechselausstellungen und die historischen Wohnräume des Prinzen Eugen. Beide Häuser haben getrennte Tickets.
Was kostet der Eintritt ins Obere Belvedere?
23 € für Erwachsene, 19 € ermäßigt, frei unter 19 Jahren. Stand Juli 2026 laut belvedere.at.
In welchem Stockwerk hängt „Der Kuss“?
Im zweiten Obergeschoss des Oberen Belvedere, in den Sälen der Wiener Moderne. Der Weg ist ab dem Eingang ausgeschildert.
Wie viel Zeit braucht man für das Obere Belvedere?
90 bis 120 Minuten für alle drei Geschosse. Nur für die Klimt-Säle reichen 45 Minuten.
Ist der Marmorsaal im Ticket enthalten?
Ja, der Marmorsaal liegt auf dem normalen Rundgang im ersten Obergeschoss. Bei Veranstaltungen kann er kurzfristig gesperrt sein.
Ist das Obere Belvedere barrierefrei?
Ja, alle Sammlungsgeschosse sind per Aufzug erreichbar, Leihrollstühle stehen bereit. Der Zugang über den Garten hat Kieswege und Steigungen.
